Leitbild

Der Landesverband Bayern der Angehörigen psychisch Kranker e.V. (LApK) ist die gemeinnützige Dachorganisation der bayerischen Angehörigen-Selbsthilfe im Bereich des psychiatrischen Versorgungsfeldes. In ihm sind sowohl Einzelmitglieder als auch Selbsthilfegruppen und –vereine zusammengeschlossen.

Er besteht seit 1990 und wird von einem ehrenamtlich tätigen Vorstand geleitet. Er unterhält eine professionell geführte Geschäftsstelle. Der Verband ist politisch, kulturell und weltanschaulich unabhängig. Seine Arbeit beruht überwiegend auf dem ehrenamtlichen Engagement seiner Mitglieder. Der Landesverband Bayern der Angehörigen psychisch  Kranker e.V. ist als Lobbyorganisation öffentlich anerkannt.

Unsere Zielgruppe

Wir unterstützen und setzen uns für die Interessen Angehöriger psychisch erkrankter Menschen ein. Jeder, der einem erkrankten Menschen nahesteht, unabhängig von einem verwandtschaftlichen Verhältnis, kann ein Angehöriger sein.

Unsere Grundwerte

Wir berufen uns

  • auf Artikel 3 des Grundgesetzes: „Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.“
  • auf Artikel 3 der UN-Behindertenrechtskonvention: “Die Grundsätze dieses Übereinkommens sind: a) die Achtung der dem Menschen innewohnenden Würde, seiner individuellen Autonomie, einschließlich der Freiheit, eigene Entscheidungen zu treffen, sowie seiner Unabhängigkeit; b) die Nichtdiskriminierung; c) die volle und wirksame Teilhabe an der Gesellschaft und Einbeziehung in die Gesellschaft; d) die Achtung vor der Unterschiedlichkeit von Menschen mit Behinderungen und die Akzeptanz dieser Menschen als Teil der menschlichen Vielfalt und der Menschheit; e) die Chancengleichheit; f) die Zugänglichkeit; g) die Gleichberechtigung von Mann und Frau; h) die Achtung vor den sich entwickelnden Fähigkeiten von Kindern mit Behinderungen und die Achtung ihres Rechts auf Wahrung ihrer Identität.“

Unsere Hauptanliegen

Alle unsere Anstrengungen zielen darauf ab, die Lebensqualität der Angehörigen von psychisch erkrankten Menschen zu verbessern, ihnen Benachteiligungen zu ersparen und sie im selbstbewussten Umgang mit dem Schicksal einer psychischen Erkrankung zu stärken. Zugleich wirken wir darauf hin, das gesellschaftliche Umfeld zugunsten psychisch erkrankter Menschen und ihrer Angehörigen zu verbessern. Als solide Grundlagen für eine gute Lebensqualität fordern wir Prävention und leitliniengerechte Behandlung. Wir treten ein für die Anerkennung der Angehörigen als tragende Säulen im Genesungsprozess und in der Versorgung. Daraus resultierend streben wir  die Einbindung der nahestehenden Angehörigen in die Behandlung psychisch erkrankter Menschen und eine adäquate Unterstützung für Angehörige an.

Unsere Leistungen

  1. Wir informieren und beraten Angehörige und zeigen ihnen Wege zur Selbsthilfe.
  2. Wir unterstützen Angehörigen-Selbsthilfegruppen.
  3. Wir setzen uns durch Öffentlichkeitsarbeit gesellschaftlich und politisch gegen Stigmatisierung und Diskriminierung ein.
  4. Wir beteiligen uns an politischen Gremien der Versorgungsplanung im Bereich Psychiatrie und machen insbesondere auf Versorgungsdefizite aufmerksam.

Unsere Prinzipien

Alle unsere Anstrengungen unterliegen dem Prinzip der Gleichbetroffenheit und Selbsthilfe. Bei uns finden hilfesuchende Menschen andere Angehörige, die Ähnliches erlebt haben, die ihre Sorgen und Zweifel verstehen und die ihnen Mut, Kraft und Ideen zur Selbsthilfe geben. Alle Mitglieder des Vorstandes sind selbst Angehörige psychisch erkrankter Menschen, ebenso wie die Leiter*innen der Selbsthilfegruppen und die Vorsitzenden der Ortsvereine.

Unsere Vision

Informierte, selbstbewusste, zufriedene Angehörige, die sowohl für ihre eigenen Rechte als auch die der psychisch erkrankten Menschen eintreten, und dies nicht nur in ihrem persönlichen Fall, sondern stellvertretend für alle von diesem Schicksal betroffenen Menschen.