SELBSTHILFEGRUPPEN IN BAYERN
Bedeutung der Selbsthilfegruppen
Eine Selbsthilfegruppe ist ein freiwilliger, meist loser Zusammenschluss von Menschen, deren Aktivitäten sich auf die gemeinsame Bewältigung von Krankheiten, psychischen und sozialen Problemen richten, von denen sie entweder selbst oder als Angehörige betroffen sind. Man trifft auf Menschen mit gleichartigen Erfahrungen, findet Gehör und Einfühlungsgaben. Selbsthilfe führt zu Verständnis für die eigene Lage und stärkt den Willen, aktiv bei der Krankheitsbewältigung zu helfen und Verantwortung zu übernehmen. In Bezug auf Angehörige von psychisch kranken Menschen heißt das, den Zustand der Hilflosigkeit und des Ausgeliefertseins gegenüber der Krankheit zu überwinden. Der Landesverband Bayern der Angehörigen psychisch Kranker unterstützt in allen Regionen Bayerns den Aufbau von Angehörigen-Selbsthilfegruppen.
Neben den direkten Selbsthilfeangeboten für Angehörige wie Selbsthilfegruppen, Psychoedukationsgruppen und Angehörigensprechstunden engagieren sich einzelne Selbsthilfegruppen für die Verbesserung der Versorgung und der Lebensbedingungen betroffener Familien in ihrer Region.
Forensik-Initiative
Wird ein psychisch krankes Familienmitglied straffällig, stehen die Angehörigen mit der Einweisung in die Forensik vor völlig neuen Fragen. In der vom Landesverband unterstützen bundesweiten unabhängigen Forensik-Initiative haben sich Angehörige von Forensik-Patienten zum Erfahrungsaustausch und zum Aufbau von Forensik-Selbsthilfegruppen zusammengeschlossen.
